Historie



 

Vom Lonza-Chemiestandort zum Gewerbepark Hochrhein


1913 - Gründung der Lonza-Werke GmbH in Waldshut
Massgebend für die Standortwahl des Werkes waren die Möglichkeit der Nutzung der billigen, aus Wasserkraft erzeugten Energie, das Kalkvorkommen in der Nähe von Reckingen und die günstige Situation auf dem Arbeitsmarkt.

1914 - Baubeginn
Für die Einwohner der Gemeinden Waldshut und Tiengen bedeutete der kontinuierliche Aufbau der Lonza- Werke Arbeit und Brot.

1915/16 - Sukzessive Produktionsaufnahme
Hergestellt wurden in den Folgejahren Massengüter wie Calciumcarbid, Kalkstickstoff, Siliciumcarbid, Korund und später auch noch Celluloseacetat, Aceton, Acetaldehyd und Essigsäureanhydrid.

1984 - Realisierung des Projekts Phönix
Mit dem Projekt wurde die Kapazität zur Herstellung von Siliciumcarbid stark erweitert.
1985 - Phönix-Havarie
Die fehlende Nachfrage nach Siliciumcarbid, die Importe billiger Ware und die aufgedrängten Sanierungsprogramme verschlechterten die Situation gegen Ende der 80er Jahre dramatisch. Eine Havarie in der Phönixhalle beschleunigte das Schicksal des Werkes.

1993 - Einstellung der Produktion, Stilllegung
Die Stilllegung des Werkes bedeutete nicht nur für die Lonza das Ende einer Ära, sondern war auch für die Region um Waldshut ein schwerer Schlag. Erste Verhandlungen zur Umnutzung scheiterten am Einzelhandelsverbot.

1996/97 - Altlastensanierung
Das gesamte Werksareal wurde gereinigt, entstaubt und eine umfassende Altlastensanierung wurde eingeleitet.

2001 - Gemeinderat stimmt dem Konzept der Lonza grundsätzlich zu
Der Gemeinderat stimmt dem Vorschlag des neu geschaffenen Lonza- Projektteams unter Dr. W. Eschenmoser und P. Gass zur Umnutzung des Geländes zum Gewerbepark grundsätzlich zu.

2002 - Beauftragung eines Planungsbüros

Gemeinsame Beauftragung des Planungsbüros von Prof. Weigert und der Stadtbau GmbH Lörrach durch die Stadt und Lonza zur Entwicklung eines Bebauungsplanes.

2003 - Städtebaulicher Entwurf
Mit dem städtebaulichen Entwurf war die Grundlage gelegt für die rechtliche Überplanung des Areals in Form eines Bebauungsplan- Vorentwurfs. Die neu gegründete Gewerbepark GmbH konnte nun auf die gesprochenen Mittel der Stadt und des Landes für den Strassenbau, aber auch die Fördermittel der EU zählen.

2004 - Rückbau- und Erschliessungsarbeiten, 6. Dezember 2005
Beginn der Rückbau- und Erschließungsarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Lonza-Werke.

2005 - 3. Juni , Spatenstich
Startzeichen für den Bau der Kreisel, sowie der Gemeindeverbindungsstrasse nach Gurtweil.

2005 - 28. Juni, Sprengung des Lonzakamins
Das augenfälligste Wahrzeichen der ehemaligen Lonza- Werke fällt.

2006 - Juli, Genehmigung des Bebauungsplanes „Gewerbepark Hochrhein“
Der Bebauungsplan und die örtlichen Bauvorschriften werden vom Gemeinderat verabschiedet. Der Bebauungsplan und die Umnutzung zum Gewerbepark sind nun rechtskräftig.

2007 - Geländefreilegung für die Gemeinschafts-Zollanlage
Transport von ca. 300 000 m3 Kalkhydrat aus der ehemaligen Produktion vom Werksgelände auf die Werksdeponie.

2007 - 22. Juni, Einweihung des Westareals
Offizielle Eröffnung des Westareals in einem festlichen Rahmen.

2008 - 14. Januar, Schaffung eines LKW-Vorstauraumes

Vereinbarung der Stadt Waldshut-Tiengen mit dem Regierungspräsidium Freiburg über den Bau eines LKW-Vorstauraumes im Gewerbepark Hochrhein.

2008 - 6. März, Änderung des Bebauungsplanes (zusätzliches Sondergebiet)
Schaffung eines Sondergebietes für OBI- Bau- und Gartenmarkt auf dem Ostgelände gemäss Beschluss des Gemeinderates.

2008 - 30. Juni, Vorhabenbezogener Bebauungsplan Photovoltaikanlage
Satzungsbeschluss des Gemeinderates und Weiterleitung an das Regierungspräsidium zur Genehmigung

2008 - 16. Juli, Gemeinschaftszollanlage Deutschland/ Schweiz
Nach der baufachlichen Genehmigung des Bundesministers für Verkehr, Bau und Städtewesen hat auch das Bundesfinanzministerium die erforderliche haushaltsseitige Zustimmung erteilt.

2008 - 23. Juli, Beantragung einer wasserrechtlichen Erlaubnis
Reaktivierung der ehemaligen Lonza-Tiefbrunnen südlich der B34 zur Förderung von Trinkwasser.

2008 - 25. September, Betriebsbereitschaft des Projektes „Heizen mit kaltem Wasser“
Das aus mehreren Tiefbrunnen gewonnene Grundwasser wird im Gewerbepark über ein separates Leitungsnetz verteilt.

2008 - 16. Dezember, Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage
Errichtung und Inbetriebnahme des Lonza Solarparks am Südhang der ehemaligen Werksdeponie der Lonza-Werke

2009 - Juli, Gegenwärtig sind rund 27 Betriebe mit über 250 Mitarbeitern im Gewerbepark Hochrhein angesiedelt. Weitere Unternehmungen sind im Bau.


1914 Baubeginn


Erste Gebäude


Verwaltungsgebäude